EUR/USD handeln: Marktanalysen,Strategien und Risikomanagement
Der EUR/USD ist das meistgehandelte Währungspaar. Hohe Liquidität, enge Spreads undklare Trends bieten attraktive Chancen. Dieser Guide zeigt, wie Sie EUR/USD handeln,welche Strategien sich lohnen und wann die besten Zeiten sind.
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Warum ist der EUR/USD-Handel so beliebt?
Das Währungspaar EUR/USD ist bei Forex-Tradern aus mehreren Gründen besonders beliebt:
Das liquideste Währungspaar
- Liquidität: EUR/USD ist das meistgehandelte Währungspaar der Welt und macht einen beträchtlichen Teil des täglichen Forex-Handelsvolumens von rund 6 Billionen USD aus. Aufgrund dieser hohen Liquidität gibt es fast immer Käufer und Verkäufer, wodurch Transaktionen schnell und zu stabilen Preisen ausgeführt werden können.
- Enge Spreads: Aufgrund der hohen Liquidität hat EUR/USD in der Regel die engsten Spreads (Differenz zwischen An- und Verkaufskurs) aller Währungspaare. Niedrige Transaktionskosten sind sowohl für Privatanleger als auch für institutionelle Trader attraktiv und ermöglichen einen besonders effizienten Handel - insbesondere bei kurzfristigen oder hochfrequenten Handelsstrategien.
Vielfältige Trading-Strategien
- Geeignet für verschiedene Zeitrahmen-Strategien: Aufgrund der hohen Liquidität und der häufigen Kursbewegungen eignet sich EUR/USD für verschiedene Trading-Strategien - von Scalping und Daytrading über Swing-Trading bis hin zu langfristigem Trend-Trading. Trader können je nach bevorzugtem Stil technische, fundamentale oder Sentiment-Analysen einsetzen.
- Verlässliche Trends und Chartmuster: Der EUR/USD folgt oft klaren Trends und technischen Mustern, was ihn besonders für technische Trader interessant macht. Durch das hohe Handelsvolumen sind Chartmuster und technische Indikatoren wie gleitende Durchschnitte oder der RSI besonders effektiv.
Geringeres Risiko von Kursschwankungen
- Stabilität: Im Vergleich zu exotischen oder Schwellenländer-Währungen zeigt EUR/USD in der Regel stabilere Kursbewegungen ohne extreme, unvorhersehbare Sprünge. Dies macht das Währungspaar für Trader attraktiv, die ein gewisses Maß an Berechenbarkeit bevorzugen.
Korrelation zu anderen Märkten
- Korrelation mit Aktien und Rohstoffen: EUR/USD korreliert häufig mit anderen Anlageklassen wie US-Aktien und Rohstoffen (z.B. Gold). Ein starker US-Dollar geht beispielsweise häufig mit fallenden Rohstoffpreisen einher. Diese Korrelationen können Händler zur Optimierung ihrer Strategien nutzen.
- Einfluss der Treasury-Renditen: Das Paar weist auch eine Korrelation mit den Renditen von US-Staatsanleihen auf. Steigende Renditen in den USA stärken häufig den Dollar, da Investoren in höher verzinste US-Anlagen umschichten.
Wann ist die beste Handelszeit für EUR/USD?
Die beste Zeit, um EUR/USD zu handeln, ist während der Überschneidung der europäischen und amerikanischen Handelszeiten, insbesondere zwischen 12:00 und 16:00 UTC. In dieser Zeit sind Liquidität und Volatilität am höchsten, was besonders für Daytrader und kurzfristige Handelsstrategien vorteilhaft ist.
EUR/USD Trendanalysen
Um Trends im EUR/USD Markt zu erkennen und zukünftige Kursbewegungen vorherzusagen, kombinieren Trader üblicherweise technische, fundamentale und Sentiment-Analysen:
Technische Analyse
- Gleitende Durchschnitte: Einfache oder exponentielle gleitende Durchschnitte (z.B. 50- und 200-Tage-Durchschnitte) helfen, langfristige Trends zu erkennen. Wenn der kurzfristige Durchschnitt den langfristigen übersteigt, signalisiert dies oft einen Aufwärtstrend - und umgekehrt.
- Trendlinien und Kanäle: Durch Trendlinien zwischen Hochs und Tiefs können Unterstützungs- und Widerstandsniveaus besser visualisiert werden.
- Indikatoren: Tools wie der Relative Strength Index (RSI) helfen, überkaufte oder überverkaufte Marktbedingungen zu erkennen, während der Moving Average Convergence Divergence (MACD) Momentum-Signale liefert.
Fundamentalanalyse
- Zentralbankpolitik: Die Entscheidungen der Federal Reserve (Fed) und der Europäischen Zentralbank (EZB) haben einen erheblichen Einfluss auf EUR/USD. Zinserhöhungen stärken in der Regel die jeweilige Währung, während Zinssenkungen sie schwächen können.
- Wirtschaftsdaten: Schlüsselindikatoren wie BIP-Wachstum, Beschäftigungszahlen und Inflationsberichte haben einen großen Einfluss auf die Kursentwicklung von EUR/USD. Beispielsweise kann ein starkes US-BIP den Dollar stärken und EUR/USD schwächen.
- Politische Ereignisse: Geopolitische Entwicklungen, Handelsabkommen oder globale Konflikte können ebenfalls die Stimmung und den Trend von EUR/USD beeinflussen.
Sentiment-Analyse
- COT Bericht: Der Commitment of Traders (COT) Bericht zeigt institutionelle Handelspositionen und kann die Marktstimmung für EUR/USD widerspiegeln. Eine hohe Anzahl von Long-Positionen institutioneller Händler deutet oft auf eine bullische Stimmung hin - eine hohe Anzahl von Short-Positionen auf eine bearische.
- Marktsentiment-Tools: Viele Broker bieten Indikatoren an, die zeigen, welcher Anteil der Privatanleger Long- oder Short-Positionen hält. Eine übermäßige Short-Position kann beispielsweise auf eine bevorstehende Trendwende hindeuten.
Die Kombination dieser Methoden liefert ein umfassenderes Bild der EUR/USD-Trends und verbessert die Handelsentscheidungen durch die Ausgewogenheit von Kurs-Trends, wirtschaftlichen Erkenntnissen und Marktstimmung.
Welche Trading-Strategien eignen sich am besten für den EUR/USD-Handel?
Jede der folgenden Strategien kann je nach Marktbedingungen und persönlichen Trading-Präferenzen erfolgreich sein:
Breakout-Strategie
Was: Eine Breakout-Strategie zielt darauf ab, von starken Kursbewegungen nach der Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten oder bedeutender Nachrichten, wie z.B. Zinsankündigungen der EZB oder der Fed, zu profitieren.
Wie: Trader identifizieren Unterstützungs- und Widerstandsniveaus. Wenn der Kurs diese Niveaus bei hohem Volumen durchbricht, ist das oft ein Zeichen für eine starke Richtungsänderung.
Wann: In Zeiten hoher Volatilität, insbesondere bei der Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten oder bei Veranstaltungen der Zentralbanken.
Trend-Following-Strategie
Was: EUR/USD bietet klare Trends, insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Divergenzen zwischen der Eurozone und den USA.
Wie: Trader erkennen die Trendrichtung anhand von gleitenden Durchschnitten oder Indikatoren wie dem MACD. Sie kaufen bei einem Aufwärtstrend und verkaufen bei einem Abwärtstrend, um in die Richtung des Trends zu handeln.
Wann: Längere Phasen wirtschaftlicher Konvergenz oder Divergenz zwischen der Politik der EZB und der Fed.
Range-Trading
Was: In wirtschaftlich stabilen Zeiten konsolidiert sich EUR/USD häufig innerhalb klar definierter Handelsspannen und pendelt zwischen Unterstützung und Widerstand.
Wie: Trader suchen nach überkauften und überverkauften Handelsbedingungen, welche sich nahe der Unterstützungs- und der Widerstandslinie befinden. Sie kaufen nahe des Unterstützung- und verkaufen nahe des Widerstandniveaus.
Wann: Zeiten geringer Volatilität, in denen EUR/USD keinen klaren Trend aufweist.
News-Trading
Was: Die Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten und Ankündigungen von Zentralbanken führen oft zu Bewegungen im EUR/USD.
Wie: Trader beobachten den Wirtschaftskalender und eröffnen Positionen kurz vor oder nach wichtigen Veröffentlichungen wie Non-Farm Payrolls, EZB-Reden oder Inflationsberichten.
Für wen: Erfahrene Trader, die mit hoher Volatilität im Umfeld von Ereignissen vertraut sind.
Scalping
Was: Beim Scalping werden mehrere kleine Geschäfte über einen kurzen Zeitraum getätigt, um kleinste Kursbewegungen auszunutzen.
Wie: Trader steigen schnell in den Handel ein und wieder aus, in der Regel innerhalb weniger Minuten. Die hohe Liquidität und die engen Spreads bei EUR/USD sind ideal für Scalping.
Für wen: Trader, die Zeit und Disziplin für kurzfristigen, schnellen Handel haben.
Mean-Reversion-Strategie
Was: Basiert auf der Idee, dass Kurse nach einer starken Abweichung wieder zu ihrem Mittelwert oder Durchschnittsniveau zurückkehren.
Wie: Händler verwenden Indikatoren wie Bollinger Bands oder den Relative Strength Index (RSI), um überkaufte oder überverkaufte Situationen zu erkennen. Wenn sich EUR/USD zu weit von seinem Durchschnitt entfernt, erwarten Händler eine Trendwende.
Wann: Perioden ohne starken Trend.
Wie hoch sollte der Hebel beim EUR/USD-Handel sein?
Die Wahl des Hebels hängt von den regulatorischen Vorgaben, der Handelsstrategie und der persönlichen Risikobereitschaft ab. Ein konservativer Ansatz führt langfristig oft zu nachhaltigeren Ergebnissen.
Wichtige wirtschaftliche Indikatoren beim EUR/USD-Handel
Wenn Händler diese Indikatoren beobachten und ihre Auswirkungen verstehen, können sie die Bewegungen des EUR/USD als Reaktion auf wirtschaftliche Veränderungen in beiden Regionen besser vorhersagen:
- Zinsentscheidungen (EZB und Federal Reserve): Die EZB und die Fed legen die Leitzinsen fest. Wenn die EZB die Zinsen erhöht, während die Fed sie belässt, kann der Euro gegenüber dem Dollar an Wert gewinnen, was zu einem Anstieg des EUR/USD-Wechselkurses führt und umgekehrt.
- BIP-Berichte: Die vierteljährlichen BIP-Daten geben Aufschluss über das Wirtschaftswachstum in beiden Regionen. Wenn zum Beispiel das BIP-Wachstum in den USA höher ist als in der Eurozone, könnte dies den USD gegenüber dem EUR stärken und zu einem niedrigeren EUR/USD-Wechselkurs führen. Obwohl die BIP-Zahlen für die USA und die EU häufig später revidiert werden, können diese ersten Veröffentlichungen einen unmittelbaren Einfluss auf den EUR/USD-Handel haben, da die Marktteilnehmer auf den ersten Eindruck des Wirtschaftswachstums reagieren.
- Inflationsdaten: Eine hohe Inflation führt häufig zu Zinserhöhungen, um die Preise zu stabilisieren, was die Attraktivität einer Währung erhöhen kann. Die US-Notenbank beobachtet insbesondere den Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE), ein Maß für die Inflation, das die Preisänderungen der von Privatpersonen konsumierten Waren und Dienstleistungen widerspiegelt. Für die Eurozone wird der Verbraucherpreisindex für Nordrhein-Westfalen (NRW) häufig als Vorläufer des deutschen Verbraucherpreisindex verwendet. Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands und veröffentlicht seine Inflationsdaten in der Regel vor den nationalen Zahlen, was Händlern einen frühen Hinweis auf die allgemeine Inflationsentwicklung in Deutschland für den jeweiligen Monat gibt. Diese regionalen Daten können wertvolle Einblicke in die Richtung des nationalen VPI geben, der auch von der EZB als Indikator für die Inflation in der gesamten Eurozone genau beobachtet wird.
- Daten zur Arbeitsbeschäftigung: Der monatliche Bericht über die Beschäftigtenzahlen in den USA (Nonfarm Payrolls, NFP) ist einer der aussagekräftigsten Indikatoren. Ein starkes Beschäftigungswachstum ist in der Regel ein Zeichen für eine robuste Wirtschaft und führt häufig zu einem starken USD. In der Eurozone geben die Arbeitslosenzahlen, insbesondere aus Deutschland als Repräsentant der Region, einen Einblick in die Gesundheit des Arbeitsmarktes und deren mögliche Auswirkungen auf die Politik der EZB.
- Handelsbilanz: Die Handelsbilanzzahlen spiegeln die Nettodifferenz zwischen Exporten und Importen wider. Ein großer Handelsüberschuss in der Eurozone (oder ein Defizit in den USA) kann den EUR/USD-Kurs nach oben treiben, da eine erhöhte Nachfrage nach europäischen Exporten den Euro stützt.
- Umfragen zur Wirtschaftsstimmung - ZEW-Economic Sentiment (Deutschland): Misst das Vertrauen der Investoren in die deutsche Wirtschaft, die für die Eurozone von großer Bedeutung ist. Eine positive Stimmung kann den Euro stärken. U.S. Consumer Confidence Index (CCI): Misst die Aussichten der US-Verbraucher, was sich auf den Dollar auswirken kann. Ein hohes Vertrauen stärkt in der Regel den Dollar, während ein niedriges Vertrauen den Dollar schwächen kann.
Auswirkungen von Zinsänderungen auf EUR/USD
Zinsänderungen sind ein entscheidender Faktor für den EUR/USD-Wechselkurs. Sie beeinflussen Kapitalströme, Inflationserwartungen, die Einschätzung des Wirtschaftswachstums und die allgemeine Marktstimmung.
Händler sollen die Auswirkung von Zinsänderungen auf Währungswerte verstehen, damit sie sich besser positionieren und von potenziellen Änderungen des EUR/USD-Wechselkurses profitieren können.
Die Überwachung von Zentralbankentscheidungen und Wirtschaftsindikatoren ist unerlässlich, um Zinsänderungen und ihre Auswirkungen auf den Devisenmarkt zu antizipieren:
Anziehung von Auslandskapital
- Höhere Zinsen: Wenn die EZB oder die Fed die Zinsen anheben, wird die betreffende Währung in der Regel attraktiver für Anleger, die nach höheren Renditen suchen. Eine Zinserhöhung durch die Fed kann beispielsweise zu einer verstärkten Nachfrage nach dem USD führen, wodurch der EUR/USD-Kurs sinkt.
- Niedrigere Zinsen: Umgekehrt kann eine Zinssenkung die entsprechende Währung unattraktiver machen, was zu Kapitalabflüssen führt. Dies kann zu einer Schwächung der Währung führen. Wenn die EZB die Zinsen senkt, während die US-Notenbank an höheren Zinsen festhält, könnte dies zu einem stärkeren USD gegenüber dem EUR führen.
Inflationserwartungen
- Höhere Zinsen: Zentralbanken erhöhen häufig die Zinssätze, um eine steigende Inflation zu bekämpfen. Höhere Zinsen können eine Verpflichtung zur Wahrung der Preisstabilität signalisieren und die Stärke der Währung erhöhen. Wenn der Markt den Eindruck hat, dass sich die EZB stärker auf die Inflationsbekämpfung konzentriert als die Fed.
- Niedrigere Zinsen: Werden die Zinsen hingegen gesenkt, um die Wirtschaft anzukurbeln, kann dies Sorgen über die künftige Inflation und eine Abwertung der Währung auslösen. Wenn die Fed die Zinsen senkt, während die EZB sie unverändert lässt, kann der USD gegenüber dem EUR an Wert verlieren.
Zentralbankmitteilungen und Forward Guidance
- Zentralbankaussagen: Aussagen und Prognosen der EZB und der Fed über die zukünftige Zinsentwicklung können den EUR/USD-Wechselkurs erheblich beeinflussen. Klare Signale über beabsichtigte Zinsänderungen können zu antizipativen Bewegungen des Währungspaares führen.
- Forward Guidance: Ein bemerkenswertes Beispiel für eine EZB-Kommunikation, die sich auf den EUR/USD-Wechselkurs auswirkte, ereignete sich am 26. Juli 2012, als der damalige Präsident Mario Draghi erklärte, die EZB sei „bereit, alles zu tun, was notwendig ist, um den Euro zu erhalten“. Dies beruhigte die Märkte während der Staatsschuldenkrise in der Eurozone und dämpfte die Angst vor einem Zahlungsausfall von Ländern wie Griechenland und Spanien.
Nach seiner Rede kehrte der EUR/USD-Kurs seinen Abwärtstrend um und stieg innerhalb eines Monats von rund 1,21 auf fast 1,27 (siehe Grafik unten). Draghis starke Botschaft hatte einen erheblichen psychologischen Effekt, der das Vertrauen der Anleger und die Nachfrage nach dem Euro stärkte und die Wirtschaft des Euroraums stabilisierte.
Risikomanagement beim EUR/USD-Handel
Das Risikomanagement beim Handel mit EUR/USD ist entscheidend für den Schutz des Kapitals und die Erzielung einer konstanten Rendite. Die Anwendung verschiedener Strategien, wie z.B. die Kombination von Stop-Loss-Orders, Positionsgrößen und Diversifikation, verbessert das Risikomanagement, indem es einen mehrschichtigen Schutz gegen Marktvolatilität und unerwartete Kursbewegungen bietet:
Stop-Loss-Orders setzen
Warum: Stop-Loss-Orders begrenzen potenzielle Verluste, indem sie einen Handel automatisch schließen, wenn er ein vorher festgelegtes Niveau erreicht. Das schützt vor unerwarteten Marktbewegungen und emotionalen Entscheidungen. Sie garantieren nicht den exakten Schlusskurs, da es insbesondere bei volatilen Marktbedingungen zu Kursabweichungen kommen kann.
Wie: Platzieren Sie Stop-Loss-Orders auf der Grundlage technischer Niveaus wie Unterstützung oder Widerstand oder indem Sie einen maximalen Prozentsatz Ihres Kontoguthabens festlegen, den Sie bereit sind zu riskieren (z. B. 1-2 % pro Trade).
Die richtige Positionsgröße anwenden
Warum: Die Positionsgröße bestimmt, wie viel Kapital pro Handel eingesetzt wird, was sich direkt auf das Risiko auswirkt. Durch die Kontrolle der Positionsgröße kann das Risiko gesteuert und eine übermäßige Hebelwirkung vermieden werden.
Wie: Berechnen Sie die Positionsgröße auf der Grundlage der Kontogröße und Ihrer Risikotoleranz und verwenden Sie einen Forex-Calculator, um eine genaue Losgröße zu gewährleisten. Eine Faustregel besagt, dass Sie nicht mehr als 1-2 % Ihres Kontoguthabens für eine einzelne Transaktion riskieren sollten, wobei die Losgröße entsprechend angepasst werden sollte.
Wirtschaftliche Ereignisse und Nachrichten verfolgen
Warum: EUR/USD reagiert sehr sensibel auf Wirtschaftsdaten aus der Eurozone und den USA. Plötzliche Nachrichten können zu schnellen Kursschwankungen führen.
Wie: Verfolgen Sie die wichtigsten Wirtschaftsnachrichten und vermeiden Sie, wenn möglich, große ungesicherte Positionen während wichtiger Ereignisse.
Plangemäß handeln
Warum: Ein strukturierter Handelsplan hilft, konsistente, rationale Entscheidungen zu treffen und impulsives oder emotionales Handeln, das das Risiko erhöht, zu vermeiden.
Wie: Legen Sie klare Ein- und Ausstiegsregeln fest, die auf technischer Analyse, fundamentalen Faktoren oder einer Kombination aus beidem basieren, und halten Sie sich an einen Plan, um Overtrading oder Rachegeschäfte zu vermeiden.
Den Hebel begrenzen
Warum: Leverage kann die Gewinne erhöhen, aber auch das Risiko. Ein hoher Hebel kann zu hohen Verlusten führen, wenn sich der Markt in die falsche Richtung bewegt.
Wie: Setzen Sie nur einen minimalen Hebel ein, besonders wenn Sie Anfänger sind. Viele professionelle Händler begrenzen den Hebel, um ihr Kapital zu schützen und konzentrieren sich stattdessen darauf, schrittweise Gewinne zu erzielen.
Take-Profit-Orders verwenden
Warum: Take-Profit-Orders ermöglichen es Ihnen, Gewinne auf einem vorher festgelegten Niveau zu platzieren und so sicherzustellen, dass Gewinne mitgenommen werden.
Wie: Platzieren Sie Take-Profit-Orders auf der Grundlage realistischer Zielniveaus oder wichtiger Kurspunkte, um zu vermeiden, dass Sie Positionen zu lange halten und Rückschläge riskieren.
Disziplin beim Risiko-Ertrags-Verhältnis
Warum: Ein günstiges Risiko-Ertrags-Verhältnis (z. B. 1:2 oder 1:3) stellt sicher, dass die potenziellen Gewinne die potenziellen Verluste überwiegen, was die Gesamtrendite erhöht.
Wie: Platzieren Sie Trades, bei denen der potenzielle Gewinn mindestens doppelt so hoch ist wie das potenzielle Risiko, und passen Sie Stop-Loss- und Take-Profit-Levels an dieses Verhältnis an.
Wie beeinflusst die Stärke des USD das EUR/USD-Währungspaar?
Die Stärke des US-Dollars wirkt sich umgekehrt auf das Währungspaar EUR/USD aus, da der USD die Notierungswährung dieses Währungspaares ist. Das bedeutet, dass sich ein starker Dollar in der Regel negativ auf den EUR/USD-Kurs auswirkt.
Diese inverse Beziehung zeigt häufig eine negative Korrelation nahe -1, insbesondere unter stabilen Marktbedingungen. Ein Beispiel: Steigt der U.S. Dollar Index (DXY), der den USD gegenüber einem Währungskorb anderer großer Volkswirtschaften misst, fällt der EUR/USD oft parallel dazu.
Der USD gilt als Fluchtwährung und wertet in wirtschaftlich unsicheren Zeiten tendenziell auf. Dies verstärkt den Abwärtsdruck auf den EUR/USD-Wechselkurs, da die Anleger vermehrt in den sicheren Hafen USD umschichten.
Sollte ich mich auf kurz- oder langfristige Trades konzentrieren?
Die Wahl zwischen kurz- und langfristigem EUR/USD-Handel hängt von Ihrem Handelsstil, Ihren Zielen und Ihrer Risikobereitschaft ab. Hier sind die Vor- und Nachteile beider Ansätze:
Kurzfristiger Handel (Daytrading & Scalping)
Vorteile:
- Nutzt die tägliche Volatilität des EUR/USD, insbesondere während der Überschneidung der Londoner und New Yorker Sitzungen.
- Ermöglicht schnelle Gewinnmitnahmen bei kleineren Kursbewegungen.
- Geringeres Risiko durch Overnight-Gaps oder unerwartete Nachrichten.
Nachteile:
- Hoher Zeitaufwand und ständige Marktbeobachtung erforderlich.
- Erfordert schnelle Entscheidungen und präzises Timing.
Langfristiger Handel (Swing- und Positionstrading)
Vorteile:
- Orientiert sich an makroökonomischen Trends wie Zinsdifferenzen und geldpolitischen Entscheidungen.
- Weniger zeitintensiv, da Positionen über Tage, Wochen oder Monate gehalten werden.
- Geringere Transaktionskosten, da weniger Transaktionen ausgeführt werden.
Nachteile:
- Höheres Übernachtrisiko, da Positionen länger offen bleiben.
- Erfordert Geduld und die Bereitschaft, auch kurzfristige Drawdowns zu ertragen.
Häufige Fehler beim Handel mit EUR/USD
- Zu hoher Hebel (Overleveraging): Ein zu hoher Hebel kann dein Kapital schnell aufzehren - besonders in volatilen Marktphasen.
- Ignorieren volkswirtschaftlicher Indikatoren: Makroökonomische Daten wie Zinsentscheidungen, Inflation oder Arbeitsmarktzahlen beeinflussen den EUR/USD-Kurs enorm.
- Übertrading: Zu viele Trades ohne klare Setups erhöhen das Risiko und können zu unnötigen Verlusten führen.
- Mangelndes Risikomanagement: Kein Stop-Loss, zu große Positionsgrößen oder emotionale Trades können das Konto gefährden.
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